Ich bin wieder hier

Nein das ist kein Aprilscherz, ich bin wirklich am 1. April in Frankfurt gelandet.

Das Abenteuer ist zu Ende,dennoch bleiben mir viele Erinnerungen und Erlebnisse,die mich immer an die tolle Zeit in Süd Amerika erinnern werden. Und nun freu ich mich wieder hier zu sein, bei meiner Familie und meinen Freunden, vor allem freu ich mich wieder auf’s Motorradfahren.

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Kehrtwende

Als sich während der Tage in Lima abzeichnete, dass ich mein Motorrad nicht von Quito aus nach Deutschland zurück schicken kann, mußte ich meine Reiserute um 180Grad ändern und zurück nach Valpariso in Chile fahren.

Für meinen 4000km langen Rückweg, wählte ich die Panamericana, entlang der Pazifikküste.

Die Straße entlang Peru’s Pazifikküste war wie aus dem Bilderbuch, und bot etliche male Gelegenheit aufregende Fotos zu schiessen. Es war schon etwas seltsam, teilweise war es so, dass sich rechts von der Straße gleich der Pazifik erstreckte, und links davon die Wüste.

Nach 4 Tagen – etwa die Hälfte der Strecke – wollte ich für einen Tag Pause mein Lager in der Stadt Arica in Chile aufschlagen. Von dort aus sollte es der Küste entlang in Richtung Süden gehen. Doch aus diesem Plan wurde leider nichts, denn als ich am morgen meines Ruhetages beim Frühstück die Nachrichten im Fernsehen sah, wurde von einem Erdbeben in Japan berichtet.  Das Erdbeben, dass in Japan (Fukushima) die Atomkatastrophe auslöste und in Chile zu einemTsunami-Alarm führte. Was also nun ?

Also wurden die Sachen gepackt und der Entschluss gefasst ins Landesinnere – mal wieder – durch die Atacama Wüste zu fahren. Die Küstenstraße, der Pazifikstrand die Sonne und das Meer hatten es mir angetan, ebenso wie das Zelten am Strand und die wunderschönen Sonnenuntergänge am fast endlosen Meer. Nun gab es unendlich viel Sand, aber leider kein Meer.

Um nach über 2000 km an die Endstation meiner Reise zu gelanen fuhr ich dann die letzten paar km doch am Meer entlang zur Villa Kunterbunt in Valparios.

Hier ging alles ganz schnell mit der Abfertigung von meinem Motorrad. Nach nur zwei Tagen war mein Motorrad in einer Holzkiste verpackt und fertig für die Überfahrt. So konnte ich mir noch ein paar schöne Tage in Valpariso machen und anderen Reisenden beim Start in ihr Abenteuer zuschauen.

Und obwohl mir zu diesem Zeitpunkt noch so zu sagen der Hintern vom vielen Fahren weh tat, spührte ich schon wieder die Lust am Weiterfahren in mir aufsteigen. Aber wohin ? Afrika, vielleicht ???

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Ein paar Tage Erholung in Lima

Nach beengten 1700Km zu zweit auf dem Motorrad tut eine kleine Pause vor der letzten Etappe ganz gut. Leider sind hier auch die zwei Wochen um, die ich mit meiner Freundin Yvonne, hier verbringen durfte. Denn von hier aus fliegt sie wieder zurück in den Alltag nach Deutschland, und ich muß alleine die letzten Tage hier verbringen.

Parque Kennedy, Miraflores, Lima, Lima, Peru
This travel blog photo’s source is TravelPod page: Livin La Vida Lima

Mein Aufenthalt hier in Lima wird zu dem geprägt von der Frage: “wie bringe ich mein Motorrad zurück?” Eigentlich war der Plan, dass ich die Rückreise von Quito aus antrete. Aber die mangelnde Bereitschaft der meisten Transportunternehmen - ich bekam von ungefähr zehn Anfragen nur ein Angebot zurück - zwangen mich dazu, meine Pläne zu ändern.

Das einzige Angebot welches ich für den Rücktransport von Quito bekam, belief sich auf 3500 Euro. Dies war somit doppelt so teuer, als das, was ich ausgeben konnte. Aber zum Glück gab es da noch die Martina von der Villa Kunterbunt in Valpariso. Sie erstellte mir ein akzeptabeles Angebot. Somit beschloss ich meine Richtung um 180 Grad zu drehen und bereitete mich auf die rund 3500 Km zurück nach Chile vor.

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Die Nazca-Linien

Bei unserem Kurzbesuch in Nazca, hatten Yvonne und ich uns einen Rundflug über die welteit bekannten Geoglyphen rund um Nazca vorgenommen. Aber zuerst mußten wir uns wieder einmal mit den örtlichen Tourismusagenturen und Fluggesellschaften herum ärgern. Es ist halt immer wieder das Gleiche in touristisch erschlossenen Sehenswürdigkeiten in Süd Amerika. Es wird doch immer versucht einen über den Tisch zu ziehen. Uns wurde der Flug für völlig überzogene 110 Dollar offeriert. Wir wußten jedoch, dass dieser auch für 90 Dollar pro Person zu bekommen ist. Also fingen wir mit dem verhandeln an.  Unser erstes Gebot waren 80 Doller. Nach 15 Minuten zähen Verhandlungen und unserer Aussage uns noch bei anderen Agenturen zu erkundigen bekamen wir doch tatsächlich den Flug für 90 Dollar.

Weltweit bekannt wurden die Linien durch die Arbeit der deutschen Maria Reiche, welche sich von 1941 an bis zu ihrem Lebensende 1998 dem Studium und dem Erhalt der Linien wittmete, und ihre Arbeit 1949 erstmals vorstellte. Auf ihr Betreiben hin wurden die Geoglyphen 1994 von der UNESCO als „Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampa de Jumana“ zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Flug war meiner Meinung nach die 90 Dollar nicht wert.  Denn schon nach der zweiten Figur konnte ich nur noch meine Füße betrachten um mich nicht zu übergeben. Auch sonst hatte ich mir von den Geoglyphen mehr erhofft. Vom Flugzeug aus betrachtet, sind diese ziemlich schwer zu erkennen, manche überhaupt nicht so spektakulär wie überall angepriesen und auch oft schon von Fuß- und Fahrzeugspuren durchpflügt.

Nach unserem 30-minütigen Rundflug verbrachten Yvonne und ich noch weitere 45 Minuten vor dem Flughafengebäude um unsere Mägen wieder etwas zu beruhigen. Wir waren uns einig, dass wir uns die 180 Dollar hätten auch sparen können. Aber es ist hier wie so oft und auch vom örtlichen Tourismus so kalkuliert, dass wenn einem die Möglichkeit geboten wird sich etwas anzusehen, diese auch oft genutzt wird. Dabei werden viele auch über den Tisch gezogen. Mit diesem Eindruck verabschiedeten wir uns von Nazca und fuhren noch am selben Tag bis nach Lima weiter. Von dort aus machte sich Yvonne wieder auf den Heimweg und ich mich auf den Weg zu meiner letzten Etappe.

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Durch die Berge in die Wüste

Wir waren noch immer von unserem Machu Picchu-Besuch beeindruckt, als wir uns auf den Weg durch die Berge nach Nazca machten.

In den folgenden zwei Tagen befanden wir uns also auf kurvigen Bergstraßen, auf denen nicht einmal ein Schnitt von 50Km/h gefahren werden konnte, da hier eine Kurve die andere jagte.  So ist Abancany - eine Stadt - welche Luftline gerade einmal 20 Km von uns entfernt war, dann doch erst nach 70 Km Fahrt erreicht.

Wir fuhren durch eine wunderschöne Bergwelt, die uns mehr an die Alpen erinnerte als an Peru. In Abancany trafen wir dann die Entscheidung, die noch ausstehenden 100KM trotz der späten Stunde nach Calhuanca in Angriff zu nehmen. Eine Entscheidung, die wir noch ziemlich bereuhten und die wir auch so schnell nicht mehr treffen würden. Nach den ersten 80 Km wurde es nämlich dunkel in den Bergen und die Straßen die durch die Regenzeit in Peru sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, trugen mit zahlreichen Felsabgängen und Wasserdurchfahrten zu einem ganz bescheidenem Gefühl beim Fahren bei. So waren wir tierisch erleichtert und hundemüde als wir Calhuanca bei stockfinsterer Nacht erreichten.

Der zweite Tag sollte nicht ganz so nervenaufreibend sein wie der erste, und führte uns über eine Hochebene mit tiefschwarzen Seen,…

… und bizaren Felsformationen,…

… 4500 Höhenmeter tiefer in die Wüste nach Nazca. Dort gönnten wir uns dann am Folgetag einen Rundflug über die weltberühmten Geoglyphen.

Aber das ist eine andere Story, die im nächsten Artikel stehen wird.

Noch mehr Bilder zu unserer Fahrt findet ihr in der Gallerie Peru.

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Machu Picchu

Ein lang ersehnter Traum hat sich für uns erfüllt - einmal Machu Picchu sehen. Doch zuerst waren etliche Zweifel zu bewältigen, bevor wir endlich am Ziel waren. So wurde uns  davon erzählt, dass der Zug nach Aguas Calientes auf Grund der Regenzeit eingestellt wurde und der Inkapfad auch geschlossen sei. Dann wurde Bekanten von uns von einem Angebot von 500 US Dollar für zwei Personen gemacht usw. usw. Und in der Tat waren die Angebote der Agenturen in Cusco in dieser Preisregion. Daraufhin entschlossen wir uns, es auf eigene Faust zu versuchen und fuhren nach Ollantaytambo.

Ollantaytambo ist der letzte Ort, von dem in den Zug nach Aguas Calientes zugestiegen werden kann. Hier hatten wir dann auch richtig Glück, denn in der Regenzeit ist der Zug um einiges billiger als sonst und wir bezahlten nur 76 Dollar für die Hin- und Rückfahrt anstatt den üblichen 100 Dollar.  Auch in Aguas Calientes waren die Preise gesenkt – dort mussten die Eintrittskarten gelösen werden und wir zahlten nur 45 Dollar. Nur der Bus auf den Berg war so teuer wie immer und kostete uns 16 Dollar. So kamen wir auf 274 Dollar für zwei Personen. Also unser Tipp ist: unbedingt selber hinfahren und selber organisieren, denn die Angebote der Argenturen sind unverschämt, aber jeder ist selbst Schuld, wenn er solche Preise akzeptiert und bezahlt.

Und so kam es dann, dass wir zwei endlich in Machu Picchu waren, sogar noch Glück mit dem Wetter hatten und es ein wunderschöner Tag wurde. Die Stadt in den Wolken ist echt jeden Weg wert sie zusehen. Schon beim ersten Anblick der Häuser denkt man: “WOW” was für ein Anblick und man fühlt sich irgendwie wie in einen Indiana Jones Film versetzt und beginnt unbemerkt die Melodie zu pfeifen.

Um die Entdeckung dieser einmaligen Stadt ranken sich endlose Geschichten, genauso wie um ihren einstmaligen Zweck. So gilt als offizieller Entdeckungszeitpunkt 1911 und Hiram Bingham soll der Entdecker gewesen sein. Doch im Jahr 2008 sagte der peruanische Historiker Carlos Carcelén, dass Machu Picchu bereits deutlich früher 1867 von dem deutschen Augusto Berns entdeckt wurde. Und auch in der Folge wurden immer wieder Dokumente und Zeugnisse eines früheren Entdeckungszeitpunktes gefunden. Das älteste stammt momentan aus dem Jahr 1782 -  einer notariell beglaubigten Verkaufsurkunde. Also wurde Machu Picchu immer wieder’mal entdeckt und dann wieder vergessen.

Auch der Zweck, für den die Stadt in den Wolken gebaut wurde gibt bis heute noch Rätsel auf. Heutzutage gibt es unzählige Theorien, diese reichen von Rückzugsort für das Königshaus über Befestigungsanlage um die Grenzen zu sichern bis auf heilige Kultstätte. Sicher ist aber eines, dass die Stadt, die bis zu 1000 Menschen versorgen konnte für alle Belange bestens gerüstet war. Dies bezeugt z.B., dass auch heute noch vollfunktionsfähige Regenablaufsystem, welches die Regenfälle so umleitete, damit die rings um die Stadt liegenden Terrassen bewässert werden konnten.

Und auch um religiöse Aufgaben zu meistern wurden in und um die Stadt viele Tempelanlagen geschaffen. Wie zum Beispiel der Sonnentempel - in welchem die Fenster so exakt positioniert wurden, um die Sommer- bzw. die Wintersonnenwende bestimmen zu können. Oder der Mondtempel – der ebenfalls so positioniert ist um den Mond zum wichtigsten und hellsten Stern zu machen.

Und auch sonnst zeigen sich in jeder Ecke Zeugnisse der Handfertigkeit und der architektischen  Meisterleistung der Inkas, die diesen Ort zu soetwas besonderem machen. Nicht zuletzt auch das herrliche Panorama um die Stadt herum, egal in welcher Richtung - wir wurden immer von der tollen Gebirgslandschaft beeindruckt.

Und so verabschiedete sich die sagenumwobene Stadt in den Wolken sich nach einem wunderschönen Tag mit all ihrem Zauber im Sonnenlicht und lässt uns tief beeindrukt zurück.

Noch mehr Bilder gibt es in der Bildergallerie Peru zu sehen.

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Cusco

Auf Grund unserer verbummelten Tage in La Paz und auf dem Weg nach Cusco konnten wir leider nur einen kompletten Tag in Cusco bleiben und mußten dann weiter um unser Vorhaben Machu Picchu zu besuchen nicht zu verpassen.

Cusco ist wie viele Städte in Süd Amerika im Spanischen Kolonialstil erbaut, ist aber auf Grund dessen, dass man hier die Grundmauern der alten Inka Hauptstadt noch sehen kann, einzigartig. Francisco Pizarro war es, der das Inkareich eroberte, und 1533 die Stadt plünderte und brandschatzte. Die Mauern die diese Verwüstungen damals überstanden wurden das Fundament der heutigen Kolonialstadt.

An unserem motorradfreien Tag in Cusco fand gerade das Fest der Schulen statt, und so zogen alle Schulen und Universitäten der Stadt farbenfroh in ihren traditionellen Gewändern durch die Straßen.

Abends waren wir dann noch auf einen Sprung im Nortons Rat Pup, auf einen Bruger und englisches Bier. Wunderten uns dann aber auch am anderen Morgen nicht, als wir nach einer versumpftenNacht nicht aus den Betten kammen.

Weitere Bilder findet ihr in der Bildergallerie Peru

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Auf dem Weg nach Cusco

Nach unserem Aufenthalt am Titicaca See, machten wir uns auf den Weg nach Cusco. Einer alten spanischen Kolonialstadt, die auf den Grundmauern einer alten Inkastadt errichtet wurde, und die man immer noch sehen kann.

Aber nach den ersten 100 KM dort hin machte uns ein Regen- und Hagelschauer das Leben mal wieder schwer. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Aber kruz nach dem Ende des Regens kammen uns Ina und Toni, die ich schon in Uyuni kennengelernt hatte, entgegen. Wir beschlossen die Nacht gemeinsam im nächsten Ort zu verbringen und am nächsten Tag weiter zu fahren.

Diese Pause hatte sich dann auch wirklich gelohnt, denn wir konnten am nächsten Tag trockenen Fußes bis nach Cusco fahren und die tolle Landschaft bewundern.

Weitere Bilder findet ihr in der Bildergallerie Peru.

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Neue Bildergallerien

In der Bildergallerie gibt es ab jetzt zwei neue Rubriken, Bolivien und Peru.

Erreichen koennt ihr diese in der Sparte Reisen unter Suedamerika 2010- 2011.

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Lago Titicaca

Mit seiner Lage von ueber 3800 Meter ist der Lago Titicaca der hoechst gelegene schiffbare See der Welt, und grenzt an die Laender Bolivien und Peru.

Mit einer kleinen Faehre, die mit einem Motor aus einem Motorboot angetrieben wird erreichten wir die Halbinsel auf der die Grenzstadt Copacabana liegt. Kaum zu glauben, dass mit den selben Faehren auch grosse Laster mit ueber 40 Tonnen transportiert werden, – siehe Bildergallerie.

Auch auf dem Titicaca See tut sich allerhand kulturelles, so findet man hier die beruehmten Schilfinseln der Uros- einem Stamm Indigener der derzeit etwa 2000 Personen gross ist. Zur Zeit gibt es etwa 40 Inseln aus Schilf, die etwa 200 bis 300 Quadratmeter gross sind. Bei unserem Besuch auf der Insel Santa Maria, bekamen wir einen Einblick in die Bauweise der Inseln, Haeuser, Schiffe und der Lebensgewohnheiten  der Einheimischen. Durch das sehr jodhaltige Totora – Schilf, das den Uros als Nahrung dient, koennen diese fast ganz auf einen Arztbesuch verzichten. Die groesste Einnahmequelle ist in diesen Tagen der Tourismus. Den ganzen Tag ueber fahren die kleinen Touristendampfer von Puno aus zu den Inseln, auf welchen selbstgemachte Strick- und Stickwaren sowie aus Schilf gefertigte Souvenire zum Verkauf angeboten werden.

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