Ein lang ersehnter Traum hat sich für uns erfüllt - einmal Machu Picchu sehen. Doch zuerst waren etliche Zweifel zu bewältigen, bevor wir endlich am Ziel waren. So wurde uns davon erzählt, dass der Zug nach Aguas Calientes auf Grund der Regenzeit eingestellt wurde und der Inkapfad auch geschlossen sei. Dann wurde Bekanten von uns von einem Angebot von 500 US Dollar für zwei Personen gemacht usw. usw. Und in der Tat waren die Angebote der Agenturen in Cusco in dieser Preisregion. Daraufhin entschlossen wir uns, es auf eigene Faust zu versuchen und fuhren nach Ollantaytambo.

Ollantaytambo ist der letzte Ort, von dem in den Zug nach Aguas Calientes zugestiegen werden kann. Hier hatten wir dann auch richtig Glück, denn in der Regenzeit ist der Zug um einiges billiger als sonst und wir bezahlten nur 76 Dollar für die Hin- und Rückfahrt anstatt den üblichen 100 Dollar. Auch in Aguas Calientes waren die Preise gesenkt – dort mussten die Eintrittskarten gelösen werden und wir zahlten nur 45 Dollar. Nur der Bus auf den Berg war so teuer wie immer und kostete uns 16 Dollar. So kamen wir auf 274 Dollar für zwei Personen. Also unser Tipp ist: unbedingt selber hinfahren und selber organisieren, denn die Angebote der Argenturen sind unverschämt, aber jeder ist selbst Schuld, wenn er solche Preise akzeptiert und bezahlt.
Und so kam es dann, dass wir zwei endlich in Machu Picchu waren, sogar noch Glück mit dem Wetter hatten und es ein wunderschöner Tag wurde. Die Stadt in den Wolken ist echt jeden Weg wert sie zusehen. Schon beim ersten Anblick der Häuser denkt man: “WOW” was für ein Anblick und man fühlt sich irgendwie wie in einen Indiana Jones Film versetzt und beginnt unbemerkt die Melodie zu pfeifen.
Um die Entdeckung dieser einmaligen Stadt ranken sich endlose Geschichten, genauso wie um ihren einstmaligen Zweck. So gilt als offizieller Entdeckungszeitpunkt 1911 und Hiram Bingham soll der Entdecker gewesen sein. Doch im Jahr 2008 sagte der peruanische Historiker Carlos Carcelén, dass Machu Picchu bereits deutlich früher 1867 von dem deutschen Augusto Berns entdeckt wurde. Und auch in der Folge wurden immer wieder Dokumente und Zeugnisse eines früheren Entdeckungszeitpunktes gefunden. Das älteste stammt momentan aus dem Jahr 1782 - einer notariell beglaubigten Verkaufsurkunde. Also wurde Machu Picchu immer wieder’mal entdeckt und dann wieder vergessen.
Auch der Zweck, für den die Stadt in den Wolken gebaut wurde gibt bis heute noch Rätsel auf. Heutzutage gibt es unzählige Theorien, diese reichen von Rückzugsort für das Königshaus über Befestigungsanlage um die Grenzen zu sichern bis auf heilige Kultstätte. Sicher ist aber eines, dass die Stadt, die bis zu 1000 Menschen versorgen konnte für alle Belange bestens gerüstet war. Dies bezeugt z.B., dass auch heute noch vollfunktionsfähige Regenablaufsystem, welches die Regenfälle so umleitete, damit die rings um die Stadt liegenden Terrassen bewässert werden konnten.
Und auch um religiöse Aufgaben zu meistern wurden in und um die Stadt viele Tempelanlagen geschaffen. Wie zum Beispiel der Sonnentempel - in welchem die Fenster so exakt positioniert wurden, um die Sommer- bzw. die Wintersonnenwende bestimmen zu können. Oder der Mondtempel – der ebenfalls so positioniert ist um den Mond zum wichtigsten und hellsten Stern zu machen.
Und auch sonnst zeigen sich in jeder Ecke Zeugnisse der Handfertigkeit und der architektischen Meisterleistung der Inkas, die diesen Ort zu soetwas besonderem machen. Nicht zuletzt auch das herrliche Panorama um die Stadt herum, egal in welcher Richtung - wir wurden immer von der tollen Gebirgslandschaft beeindruckt.

Und so verabschiedete sich die sagenumwobene Stadt in den Wolken sich nach einem wunderschönen Tag mit all ihrem Zauber im Sonnenlicht und lässt uns tief beeindrukt zurück.
Noch mehr Bilder gibt es in der Bildergallerie Peru zu sehen.